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Bild: Marcel Brosig

   
   

Ein Wochenende auf der Tango-Intensivstation!

Wir haben bei Gustavo Naveira und Giselle Anne gelernt, was es heißt, intensiven Tangounterricht zu bekommen: die Lehrer erläutern die Feinmotorik des Bewegungsablaufs, aber Fehlersuche und Optimierung bleibt den Schülern überlassen. Man hat uns nachhaltig inspiriert, aber unseren Schülern möchten wir eine solche Lehrmethode nicht zumuten. Denn wir lieben es, bei jeder Bewegung mechanisch und physiologisch zu begründen, warum und wie sie zu dem gewünschten Ergebnis führt. Durch dieses analytische Training entwickelt sich im Geist allmählich ein 3D-Verständnis der Bewegungsabläufe und man erkennt die zugrunde liegenden tangotypischen Muster. Doch das braucht Zeit. Gleichwohl ist es ratsam, die anspruchsvollen Elemente des Tango Argentino konzentriert anzugehen, denn nur so öffnet sich der Weg in die neue Dimension. Aus diesem Grund bieten wir ein Intensiv-Wochenende an und haben dafür folgende Themen ausgewählt:

Einfallsreiche Kombinationen durch spontane Last- und Richtungswechsel

Im vergangenen Fortgeschrittenen-Kurs behandelten wir eine Serie von
Schrittkombinationen, die (mit einer Ausnahme ...) zu allen
Tango-Musikstilen und Tempi passen und flüssig in das Grundmuster der
Bewegung eingefügt werden können. Sie bestanden aus den traditionellen
Elementen Lastwechsel, Richtungswechsel, Ocho bzw. Molinete, Schieber
und Ganchos, taugen also fürs wirkliche Tangoleben (außer in krachvollen
Milongas). Die Ganchos sind immer Innenganchos, also von der
nichtinvasiven, ungefährlichen Sorte. Obwohl die langjährigen Teilnehmer
unserer Fortgeschrittenenkurse mit diesen Dingen wohl vertraut sind,
erwiesen sich die spontanen Richtungswechsel und Lastwechsel doch als
eine gewisse Herausforderung, vor allem deswegen, weil die Partnerin das
"Umschaltsignal" ja auch spüren soll! Wir halten das für einen ganz
wichtigen Teil der Tangoausbildung, denn mit spontanen Richtungswechseln
oder Lastwechseln kann man blitzschnell überraschende Akzente setzen,
sei es als Antwort auf die Musik oder um die Partnerin zu beglücken,
bevor man wieder in irgend ein Schema verfällt, um den Arbeitsspeicher
frei zu kriegen. So kommt Freude auf, doch ach! Vor den Erfolg haben die
Götter den Fleiß gesetzt. Wir meinen, dass es sich lohnt, diese Dinge zu
vertiefen. Denn sobald Ihr solche Kombinationen (oder auch nur Teile
davon) fest in Eurem Standard-Repertoire verankert habt, gewinnt Ihr die
Freiheit, tänzerisch mit der Musik zu spielen.

 

 
 
 
 
 
Hochschulsport der Universität Stuttgart